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Hospizhaus-Bau: Richtfest für 6,5-Millionen-Euro-Projekt

Mehr als 80 Gäste dabei – Stiftung kündigt Termin für Inbetriebnahme an und bittet um weitere Spenden

Von Uwe Stadtlich

Gifhorn. Es war ein langer Weg, doch inzwischen geht’s auf Gifhorns Hospiz-Baustelle in der Lindenstraße zügig voran. Mit dem Richtfest wurde am Donnerstag eine weitere wichtige Hürde in Richtung Fertigstellung und Inbetriebnahme des 6,5 Millionen-Euro-Projekts genommen. Mehr als 80 Gäste waren bei der Feierstunde dabei.

Für die Hospiz-Stiftung erinnerte Vorsitzender Alexander Michel an die Vorgeschichte, die vor acht Jahren ihren Anfang genommen hat. Viele engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter hätten die Hospiz-Idee vorangetrieben – darunter auch der Palliativmediziner und damalige Vorstand Jörg Dreyer. „Es wurden die ersten Spenden eingesammelt und der Vorstand ging auf Grundstückssuche, die erst nach fünf Jahren mit sechs Machbarkeitsstudien durch den Kauf des Grundstückes an der Aller im Jahr 2018 Erfolg hatte“, blickte Michel zurück.

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Richtfest für Gifhorns neues Hospiz: Den Richtspruch übernahm Zimmermann Peter Prause. Das obligatorische Schnapsglas zerbrach jedoch erst beim zweiten Wurf.

„Wir konnten mit der Stadt die Bebaubarkeit des Grundstückes klären, eine B-Plan-Änderung wurde auf den Weg gebracht, gleichzeitig wurde von unserer Architektin Andrea Geister Herbolzheimer eine erste Vorplanung präsentiert“, so Michel. Im August 2019 sei der Bauantrag gestellt worden, durch den Corona bedingten Shutdown sei der Spatenstich dann erst im Oktober 2020 erfolgt.

Vielen beteiligten Firmen sei der zügige Baufortschritt zu verdanken, stellte Michel fest. „Wir sind mehr als im Zeitplan“, kündigte der Stiftungschef die Fertigstellung des Hauses – es entsteht auf einem 3200 Quadratmeter großen Areal hinter der Villa Wiggers – für den Sommer 2022 an. Inbetriebnahme soll dann vermutlich im September sein. Auch der Kostenrahmen werde gehalten.

„Wir brauchen trotzdem noch viel Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und von Unternehmen“, rief Michel zu weiteren Spenden auf. Jede Zuwendung schaffe die notwendigen finanziellen Freiräume, „die wir für das Gelingen unserer Baumaßnahme brauchen“, appellierte der Stiftungs-Vorsitzender.

Für den Kreis, seine Gebietseinheiten und die Stadt gab’s vom neuen Landrat Tobias Heilmann anerkennende Worte für die Ideengeber und das entstehende Gebäude. „Mitten im Leben – so haben sie sich den Standort gewünscht“, lobte der Verwaltungschef das innenstadtnahe Projekt, das nach Fertigstellung ein palliatives Zentrum sei. Das Hospiz sei ein „prächtiges Haus“, in dem bei der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden auf etablierte Strukturen zurückgegriffen werden könne, so Heilmann.

Den Richtspruch übernahm Zimmermann Peter Prause, Chef von Holzbau Kuhn. Das obligatorische Schnapsglas ging allerdings erst beim zweiten Wurfversuch zu Bruch. Michel nahm’s mit Humor: „Wir sind nicht abergläubisch – der Wille war da, doch das Glas ist offenbar stabiler als die Wand.“

AZ 19.11.2021