Hospiz-Stiftung holt Neubau-Angebote ein

Mit der Baugenehmigung für das Gebäude an der Lindenstraße gibt es nun einen Zeitplan.

Reiner Silberstein

Gifhorn Für die beiden Vorstände der Hospiz-Stiftung Alexander Michel und Reinhard Jung sei es am Dienstag ein glücklicher Moment gewesen: Die beiden nahmen im Gifhorner Rathaus von Doris Linack (Fachbereichsleiterin Bauordnung), Carola Gerlach (technische Sachbearbeiterin) und Bürgermeister Matthias Nerlich die lang ersehnte Baugenehmigung für das geplante Hospiz entgegen.

Auf die Lieferung per Post wollte Michel nicht warten, sondern das Paket lieber persönlich abholen, gab er zu. Nerlich hatte Verständnis, dass die Übergabe „zelebriert“ wurde: „Jetzt herrscht noch mehr Gewissheit.“ Dass dürfte auch einen neuen Schub für die Spendenbereitschaft geben.

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Carola Gerlach (von links), Reinhard Jung, Alexander Michel, Matthias Nerlich, Doris Linack und Rolf Amelsberg waren bei der Übergabe der Baugenehmigung im Rathaus dabei. Reiner Silberstein

Den Bauantrag hatte die Stiftung im vergangenen August gestellt. Doch bei der Komplexität des Projekts waren immer wieder noch Details zu erklären und Dokumente nachzureichen. Michel: „Wir haben schon viele Vorarbeiten geleistet. Wir mussten klären, über welche Wege der Müll abtransportiert wird und wo welcher Baum stehen bleibt.“ „Die letzten Unterlagen waren im Januar da“, sagte Linack. Und die Stadt sei recht schnell im Genehmigungsverfahren gewesen, freute sich Nerlich: „Das Hospiz ist uns auch ein sehr wichtiges Anliegen.“

Der Stiftungsvorstand sei in der Zwischenzeit aber auch anderweitig aktiv gewesen, so Jung: „Wir haben schon Angebote eingefordert.“ In etwa zwei Monaten dürften diese eintrudeln. Etwa im Juni wolle die Stiftung den ersten Spatenstich ansetzen. „Wir warten nur noch auf die Genehmigung, noch eine Hand voll Bäume fällen zu dürfen.“ Für die soll es Neupflanzungen geben. Doch die Zeit drängt: Ab März sind Fällungen wegen der beginnenden Brutzeiten nicht mehr erlaubt. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Haus schon etwa Weihnachten 2021/22 bezugsfertig sein.

Rolf Amelsberg dankte dem Vorstand vertretend für das Stiftungskuratorium für das Engagement: „Sie treiben das immer weiter voran.“ Inzwischen gibt es auch die Zusage, dass die Baufahrzeuge die Zufahrt über den Parkplatz im Norden nutzen können. Mit allen Zusagen und Zuschüssen habe die Stiftung bereits 25 Prozent der Baukosten von rund 6,3 Millionen Euro als Eigenkapital zusammen, sagte Michel.

GR 19.02.2020