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Mit dieser Spende rückt der Hospiz-Bau wieder etwas näher

Landfrauenverein Brome und Dorfnetzwerk Tülau-Voitze übergeben Erlös der Masken-Nähaktion an Hospizstiftung

Von Christina Rudert

Tülau. Sie haben genäht und genäht und genäht: 25 Frauen haben für das Dorfnetzwerk Tülau-Voitze und den Landfrauenverein Brome ehrenamtlich Behelfs-Masken erstellt. Ungefähr 1500 dieser Masken entstanden. Und mehr als die Hälfte davon gaben die Näherinnen gegen eine freiwillige Spende zugunsten der Hospizstiftung ab. Vorsitzender Alexander Michel freute sich riesig, als er jetzt vor Meyers Blockhütte 2000 Euro in Empfang nahm.

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Mit selbstgenähten Masken erwirtschaftet: Landfrauenverein Brome und Dorfnetzwerk Tülau-Voitze spenden Alexander Michel 2000 Euro für die Hospizstiftung. Foto: Sebastian Preuß

Meyers Blockhütte hatten die Näherinnen bewusst als Ort für die Spendenübergabe ausgewählt, denn dort wurden die Behelfs-Masken kontaktlos von den Näherinnen abgeliefert und kontaktlos von den Nutzern abgeholt, die ihre Spenden dort ebenfalls kontaktlos abliefern konnten. Silvia Reder, Teamvorsitzende des Landfrauenvereins, und die Moderatorin des digitalen Dorfnetzwerkes Tülau-Voitze Hanna Meyer gaben jetzt die gesammelten Spenden weiter an Alexander Michel.

In den schwierigen Zeiten der alles beherrschenden Corona-Pandemie halten die Menschen zusammen – und so lief auch in Tülau-Voitze wie vielerorts die Produktion der so genannten Behelfs-Masken auf Hochtouren, nachdem der Niedersächsische Landfrauenverband die Masken-Aktions ins Leben gerufen hatte. Die Nähmaschinen glühten, die 25 Frauen nähten, was die Nadeln hergaben. In Kontakt blieben sie dabei mit Hilfe von WhatsApp und über das Dorfnetzwerk Tülau-Voitze auf der digitalen Plattform „nebenan.de“. Das erste Ziel der Näherinnen war es, den großen Bedarf vieler Einrichtungen von ambulanten Pflegediensten über Altenheime und Dialysezentren bis hin zu Sozialstationen schnellstmöglich zu bedienen. Und nachdem dann Ende April im Landkreis Gifhorn beim Betreten von Geschäften und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel das Tragen einer Maske zur Pflicht wurde, fiel in der Samtgemeinde Brome die Entscheidung, die Behelfs-Masken auch an Privatpersonen abzugeben. Dann allerdings gegen eine Spende zugunsten der Hospizstiftung, die das Projekt des Baus eines Hospizhauses wuppen will.

Rund 700 Behelfs-Masken wurden unentgeltlich an soziale Einrichtungen übergeben, weitere 800 an Privatpersonen und Familienangehörige.

Die Näherinnen weisen in Beipackzetteln darauf hin, dass ihre Behelfs-Masken weder geprüft noch zertifiziert sind und lediglich ein Hilfsmittel darstellen, das andere Menschen eingeschränkt vor Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten und Niesen schützt. Die Masken müssen vor dem ersten Tragen ebenso wie nach jeder Benutzung bei 60 Grad gewaschen werden – alternativ können sie bei mindestens 70 Grad im Backofen getrocknet oder mit etwas Waschmittel in einem kleinen Topf kurz aufgekocht und anschließend mit klarem Wasser ausgespült werden. Nun ist mit der Näherei der Landfrauen und des Dorfnetzwerkes erstmal Schluss. „Wir würden aber, wenn es nötig wäre, schnell wieder aktiv werden“, sagt Hanna Meyer.

AZ 17.06.2020

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