Hospiz-Bau: Schrittweise geht’s voran

Baustart in 2020 angepeilt – Werben um Sponsoren – 500-Euro-Spende überreicht

Gifhorn. Das Hospizprojekt nimmt weiter Fahrt auf: Bei einer Spendenübergabe der Neuapostolischen Kirche Gifhorn kündigte Alexander Michel, Vorstand der Hospizstiftung, den Baubeginn für 2020 an.

„Wir gehen davon aus, dass der Rat den notwendigen Bebauungsplan im Juni auf den Weg bringt“, so Michel. Danach müsste die Stadt grünes Licht für die Baugenehmigung erteilen. Der geplante Baustart in 2020 sei jedoch nur dann möglich, wenn die Stiftung bis dahin 2,5 Millionen Euro auf dem Konto habe. Der Hospizneubau sei mit 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

„Eine Million Euro haben wir bereits zusammen, weitere Spender und Zuspender sollen ab sofort gezielt angesprochen und geworben werden“, erklärt Michel. Dabei werde die Stiftung insbesondere Unternehmen in der Region um Unterstützung bitten. Eine Info-Broschüre für Firmen und Spender größerer Beträge sei in Vorbereitung. Zudem sei im Herbst ein Thementag in der Stadthalle geplant.

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Schritt für Schritt: 500 Euro bekam die Hospizstiftung am Donnerstag fürs Bauprojekt. Sebastian Preuß

Das Geld für die 500-Euro-Spende der Neuapostolischen Kirchengemeinde Gifhorn wurde bei der Verabschiedung von Jürgen Friedemann gesammelt. Der Vorsteher des Kirchenbezirks Braunschweig ging Anfang Dezember 2018 in den Ruhestand. Das Geld überreichten Michel am Donnerstag im Rathaus Gemeindevorsteher Ralf Eckstein, die Öffentlichkeitsbeauftragten Andreas Kutzner und Sigrid Schnittker sowie Seniorenbeauftragter Hans-Jürgen Lunde. Dabei präsentierte Michel den Spendern auch ein Modell des geplanten Hospizneubaus. Es wird ab Mitte März in das Kreishaus II umziehen. Danach soll es in der Hauptstelle der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg gezeigt werden. ust

AZ 01.03.2019

Hospiz-Neubau: Heute ist die Politik am Zug

Ausschuss befasst sich mit notwendiger Bebauungsplan-Änderung

Gifhorn. Jetzt kommt politische Bewegung in das Hospiz-Projekt: Der Planungsausschuss der Stadt befasst sich am heutigen Dienstag, 5. Februar, öffentlich mit einer Bebauungsplan-Änderung und dem Auslegungsbeschluss für das 4,5 Millionen-Euro-Vorhaben. Gebaut werden soll auf einem Areal an der Lindenstraße.

„Für das geplante Hospiz sollen das Maß der baulichen Nutzung und die überbaubare Fläche so gefasst werden, dass dort die Errichtung des Gebäudes möglich wird. Der rechtskräftige Bebauungsplan ist deshalb zu ändern“, heißt es in einer Vorlage, die nur zwei Tage in nicht öffentlicher Sitzung auch im Verwaltungsausschuss behandelt wird.

„Weitere Grundstücksflächen zur Errichtung von Wohngebäuden werden nicht ausgewiesen“, so die Stadt. Für das bereits bestehende Gebäude Lindenstraße 35 – in der Villa, die GWG-Eigentum ist, wird Tagespflege angeboten – seien derzeit keine Nutzungsänderungen absehbar, versichert die Verwaltung. Die Villa sei zudem geschütztes Einzeldenkmal. Weitere Grundstücke im Geltungsbereich seien Bestandteil einer Gruppe baulicher Anlagen, die dem Ensembleschutz unterlägen.

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Baumfällarbeiten sind bereits erledigt: Auf dieser Fläche an der Lindenstraße soll das Gifhorner Hospiz entstehen. Cagla Canidar

„Wir haben am Mittwoch mit dem Bauamt Vorgespräche zu dem Thema geführt“, erkärt Alexander Michel, Vorstand der Hospizstiftung. „Sobald der B-Plan steht, werden wir den Bauantrag stellen“, geht er auf weitere Schritte ein. „Um mit den Arbeiten starten zu können, brauchen wir mindestens zwei Millionen Euro – die Hälfte dieser Summe haben wir inzwischen zusammen“, hofft Michel auf weiterer Unterstützer für das Projekt. „Jeder Spendenbetrag zählt“, kündigt Michel eine große Info-Veranstaltung an, um Gifhorns zukünftiges Hospiz vorzustellen. „Dieser Thementag ist in der Stadthalle geplant“, so Michel. Einen Termin für den Baubeginn nannte Michel noch nicht. Das Hospiz-Modell ist derzeit im Rathaus zu sehen. ust

AZ 05.02.2019

Hospizhaus ähnelt einem städtischen Gutshof

Architektin stellt Pläne für Neubau in der Gifhorner Lindenstraße vor – Baustart für Mitte 2019 geplant

Gifhorn. Der geplante Hospiz-Neubau für Gifhorn ist einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Auf der Kuratoriumssitzung der Hospizstiftung für den Landkreis Gifhorn stellte die Oldenburger Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer am Donnerstag Detailpläne, visualisierte Ansichten und ein Modell des 4,5 Millionen-Euro-Projekts in der Lindenstraße vor. Der Vorstand hofft, dass das Vorhaben Mitte 2019 angegangen werden kann.

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Hospizhaus für Gifhorn: So soll das Gebäude in der Lindenstraße aussehen. Cagla Canidar

Geister-Herbolzheimer und ihre Kollegin My Linh Cao legen großen Wert darauf, dass sich das Gifhorner Hospiz – gebaut wird im ehemaligen Garten einer vorgelagerten Villa – der Umgebung anpasst. „Die Idee ist ein städtischer Gutshof“, sagte die Architektin.

„Es ist ein Bau, der mit acht Betten startet und später auf zehn Betten aufgestockt werden kann“, erläuterte die Architektin, die ähnliche Projekte bereits in Cloppenburg und Syke realisiert hat. „Wir wollen nicht nur ein reines Hospiz bauen – entstehen soll ein palliatives Zentrum“, ergänzte Stiftungsvorstand Alexander Michel.

Veranstaltungsräume, eine Küche, ein Raum der Stille und Büroflächen für die Hospizstiftung im Erdgeschoss sowie Patientenzimmer, Räume für Ärzte und Pflegepersonal, Gästezimmer und einen Gemeinschaftsraum im Obergeschoss: Die Architektin erläuterte die Nutzungsmöglichkeiten. „Alle Bereiche müssen bettengängig sein, darum benötigen wir mehr Verkehrsfläche als in normalen Gebäuden“, erklärte sie.

„Wir haben kein unterkellertes Gebäude, dafür jedoch ein geräumiges Dachgeschoss, in dem Lagerräume untergebracht sind“, so Andrea Geister-Herbolzheimer. Lediglich über das Fassadenbild sei noch nicht endgültig entschieden worden.

Um möglichst schnell loslegen zu können, benötigt die Hospizstiftung Unterstützung. „Erst vor wenigen Tagen gab es eine Spende von 110.000 Euro“, berichtet Vorstandsmitglied Klaus Gehlfuß. „Eine Million Euro haben wir inzwischen zusammen“, geht Michel davon aus, dass das Projekt Mitte 2019 Baureife erlangt hat. Eine Realisierung bis 2020 sei ins Auge gefasst worden.

Das Modell will die Stiftung schon bald allen Gifhornern zugänglich machen und an einem zentralen Ort ausstellen. „Wir arbeiten intensiv daran, Spender – darunter auch Gifhorner Firmen – direkt anzusprechen“, sagt Michel.

Das Spendenkonto: IBAN DE81 2695 1311 0161 4508 61.

ust

AZ 23.11.2018

 

Papenteicher spenden für zwei soziale Projekte in Gifhorn

Weihnachtsmarkt Ohnhorst-Gravenhorst: Jeweils 500 Euro für Kinderschutzbund und Hospizstiftung

VON DIRK REITMEISTER

GIFHORN/GRAVENHORST. Besinnlichkeit für den guten Zweck: Der Weihnachtsmarkt der Gravenhorster und Ohnhorster im vorigen Jahr kommt dem Kinderschutzbund und der Hospizstiftung in Gifhorn zu gute.

Unter anderem 700 Lose hat das Weihnachtsmarkt-Team um Frank Bolle, Frank Bierstedt und Markus Strahl bei der Tombola verkauft, zu der 25 Spender Beiträge geleistet haben. Darüber hinaus gab es Standgebühren der Aussteller. 1000 Euro zum Spenden sind somit diesmal rumgekommen. 500 Euro davon bekommt die Hospizstiftung Gifhorn für den geplanten Bau des Hauses für Sterbenskranke. Das sei nur ein Tropfen, sagte Bierstedt bei der Übergabe, doch Alexander Michel von der Stiftung lässt diese Bescheidenheit nicht gelten: „Die Summe vieler solcher Tropfen ergibt ein Großes. Er freute sich riesig über die Spende aus dem Papenteich.

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Übergabe: Der Weihnachtsmarkt in Gravenhorst-Ohnhorst brachte 1000 Euro für Kinderschutzbund und Hospizstiftung.     Dirk Reitmeister

 

Der Bau des Hospiz werde allein aus Spenden finanziert, sagte Michel. „25 Prozent haben wir inzwischen zusammen.“ Seien 50 Prozent erreicht, beginne der Bau.

Bei fast 100 Prozent ist dagegen der Kinderschutzbund mit seinem Jugendhaus, mit dem er vor zehn Jahren angefangen hat. „Wir haben immer gebaut, wenn Geld da war“, so Vorsitzende Claudia Klement.

Zurzeit laufen ehrenamtliche Tätigkeiten im Obergeschoss. Von Profis verlegt werden soll dagegen der Linoleum-Fußboden dort – und dafür braucht der Kinderschutzbund die 500 Euro.

AZ 18.01.2019

 

Plan fürs Hospiz steht

Ein Anonymer gibt der Stiftung 110.000 Euro für den Neubau.

Reiner Silberstein

Gifhorn. Wie ein "städtischer Gutshof" soll sich das künftige Hospiz an das Ende der Perlenkette von alten Villen an die Aller setzen. So erklärte es Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer dem erweiterten Vorstand der Hospiz-Stiftung am Donnerstag. Erstmals präsentierte sie zusammen mit Kollegin My Linh Cao ein Modell des 4,5 Millionen Euro teuren Projekts in der Lindenstraße.

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Das Modell für das geplante Hospiz in Gifhorn soll demnächst öffentlich ausgestellt werden Foto: Reiner Silberstein

 "Die Umgebung ist uns sehr wichtig, wir wollen die Sprache der Dachformen im Neubau übernehmen", so Geister-Herbolzheimer. Das betrifft Dachneigung und Gliederung in Hauptgebäude und Seitenflügel. Und dennoch versprechen Dach und Fassaden eine viel modernere Optik. Obgleich: "Die Außengestaltung ist noch nicht final beschlossen." Dafür gab es Donnerstag aber erste Grundriss- und Gestaltungszeichnungen für die Innere Gestaltung zu sehen.

"Wir wollen mit acht Betten beginnen, später auf zehn aufstocken." Die Zimmer im Obergeschoss verfügen über jeweils rund 20 Quadratmeter, haben barrierefreie Bäder.

Oben gibt es auch ein Pflegebad, einen offenen Tresen, Räume für Ärzte und einen großen Gemeinschaftsbalkon. Sowieso: Alle Räume und Flure sind sehr großzügig angelegt, damit auch Betten mit Überlänge überallhin gerollt werden können. "Wir versuchen, so viel Tageslicht wie möglich über Dachfenster hineinzubekommen", so die Architektin.

Unten finden auch die Büro- und Besprechungsräume des Hospizvereins und des Palliativnetzwerks Platz. "Dies soll ein palliatives Zentrum werden, nicht nur ein Hospiz", sagte Vorstandsmitglied Alexander Michel.

Er sprach aber auch über die letzten Hürden, die zu nehmen sind: Die Stadt muss den Bebauungsplan für das Hospiz noch anpassen und dem Antrag zustimmen, die Bäume beseitigen zu dürfen, die auf dem Grundstück unter die Baumschutzsatzung fallen.

Die Baureife sei wohl etwa in einem Jahr erreicht, sagte Michel, nur das nötige Geld habe man dann wohl noch nicht ganz komplett. "Wir haben jetzt gerade etwa eine Million Euro." Es brauche also noch rund 3,5 Millionen Euro an Spenden - mit der Realisierung des Baus werde man wohl noch bis 2020 warten müssen.

Ein Ereignis vor ein paar Tagen stimmt den Vorstand aber optimistisch, wie Klaus Gehlfuß berichtete: "Jemand hat uns eine Zustiftung von 110.000 Euro zugesagt." Dieser wolle aber anonym bleiben.

Die Kontonummer für Spenden:IBAN: DE81 2695 1311 0161 4508 61

Internet: www.hospiz-gifhorn.de

GR 23.11.2018