2000 Euro für die Hospizarbeit

Der Kalenderverkauf des Wesendorfer Apothekers bescherte den Organisationen eine große Überraschung.

Wesendorf Schon seit Jahren bietet der Wesendorfer Apotheker Ahmed El-Hawari in der Advents- und Weihnachtszeit seinen Kunden einen hübschen Kalender an, den sie gegen eine Spende erwerben können. So auch im vergangenen Jahr, als El-Hawari erneut 3000 Kalender in seinen Apotheken auslegte und die Kunden regen Gebrauch davon machten. Den Erlös lässt der Apotheker immer wieder einem gemeinnützigen Zweck und vor allem der Kinder- und Jugendarbeit zukommen.

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Über die Spende von Apotheker Ahmed El-Hawari (rechts) zeigte sich Alexander Michel von der Hospiz Stiftung Landkreis Gifhorn sehr erfreut und dankte den Kunden für ihr soziales Engagement. Hans-Jürgen Ollech BZV

Dieses Mal gingen 1000 Euro an die Hospiz-Stiftung für den Landkreis Gifhorn und weitere 1000 Euro an das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg. Darüber freute sich der Vorsitzende der Hospiz-Stiftung für den Landkreis Gifhorn, Alexander Michel, ganz besonders, da der Bau des Hospizhauses in Gifhorn nun bald beginnen kann.

Michel bedankte sich sehr herzlich beim Apotheker für die großartige Spende, die im Neubau des Hospizhauses gut angelegt sei. Und der Apotheker richtete noch einmal ein herzliches Dankeschön an seine Kunden aus, die sich seit vielen Jahren mit ihrer Spende für den guten Zweck einsetzen und in der Advents- und Weihnachtszeit den Kalender gegen eine Spende erwerben. red

GR 27.02.2020

Hospiz-Stiftung holt Neubau-Angebote ein

Mit der Baugenehmigung für das Gebäude an der Lindenstraße gibt es nun einen Zeitplan.

Reiner Silberstein

Gifhorn Für die beiden Vorstände der Hospiz-Stiftung Alexander Michel und Reinhard Jung sei es am Dienstag ein glücklicher Moment gewesen: Die beiden nahmen im Gifhorner Rathaus von Doris Linack (Fachbereichsleiterin Bauordnung), Carola Gerlach (technische Sachbearbeiterin) und Bürgermeister Matthias Nerlich die lang ersehnte Baugenehmigung für das geplante Hospiz entgegen.

Auf die Lieferung per Post wollte Michel nicht warten, sondern das Paket lieber persönlich abholen, gab er zu. Nerlich hatte Verständnis, dass die Übergabe „zelebriert“ wurde: „Jetzt herrscht noch mehr Gewissheit.“ Dass dürfte auch einen neuen Schub für die Spendenbereitschaft geben.

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Carola Gerlach (von links), Reinhard Jung, Alexander Michel, Matthias Nerlich, Doris Linack und Rolf Amelsberg waren bei der Übergabe der Baugenehmigung im Rathaus dabei. Reiner Silberstein

Den Bauantrag hatte die Stiftung im vergangenen August gestellt. Doch bei der Komplexität des Projekts waren immer wieder noch Details zu erklären und Dokumente nachzureichen. Michel: „Wir haben schon viele Vorarbeiten geleistet. Wir mussten klären, über welche Wege der Müll abtransportiert wird und wo welcher Baum stehen bleibt.“ „Die letzten Unterlagen waren im Januar da“, sagte Linack. Und die Stadt sei recht schnell im Genehmigungsverfahren gewesen, freute sich Nerlich: „Das Hospiz ist uns auch ein sehr wichtiges Anliegen.“

Der Stiftungsvorstand sei in der Zwischenzeit aber auch anderweitig aktiv gewesen, so Jung: „Wir haben schon Angebote eingefordert.“ In etwa zwei Monaten dürften diese eintrudeln. Etwa im Juni wolle die Stiftung den ersten Spatenstich ansetzen. „Wir warten nur noch auf die Genehmigung, noch eine Hand voll Bäume fällen zu dürfen.“ Für die soll es Neupflanzungen geben. Doch die Zeit drängt: Ab März sind Fällungen wegen der beginnenden Brutzeiten nicht mehr erlaubt. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Haus schon etwa Weihnachten 2021/22 bezugsfertig sein.

Rolf Amelsberg dankte dem Vorstand vertretend für das Stiftungskuratorium für das Engagement: „Sie treiben das immer weiter voran.“ Inzwischen gibt es auch die Zusage, dass die Baufahrzeuge die Zufahrt über den Parkplatz im Norden nutzen können. Mit allen Zusagen und Zuschüssen habe die Stiftung bereits 25 Prozent der Baukosten von rund 6,3 Millionen Euro als Eigenkapital zusammen, sagte Michel.

GR 19.02.2020

 

Kuratorium würdigt Verdienste des engagierten Palliativ-Mediziners – Dr. Margarete Oelke-Hofmann ist Nachfolgerin

Von Uwe Stadtlich

Gifhorn. Diese Nachricht dürfte für viel Gesprächsstoff sorgen: Nach mehr als sechs Jahren engagierter Arbeit gibt Jörg Dreyer sein Vorstandsamt in der Hospiz-Stiftung für den Landkreis Gifhorn ab. Eine Nachfolgerin steht bereits fest.

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Hospizstiftung: Jörg Dreyer (Mitte) gibt sein Vorstandsamt ab, Dr. Margarete Oelke-Hofmann (3.v.r.) tritt die Nachfolge an. Foto: Torben Niehs

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt, Vorsitzende des Kuratoriums der Hospiz-Stiftung, informierte am Donnerstagnachmittag über das Ausscheiden von Dreyer aus dem Stiftungsvorstand. Sie bezeichnete den aus Oesingen stammenden Palliativmediziner als „Gründungsvater“ des Hospiz-Projektes. Dreyer sei Ideengeber und Förderer für ein Hospiz in Gifhorn und habe sich seit Gründung der Stiftung dafür eingebracht. „Er hat die Menschen erfolgreich von seiner Idee überzeugt“, bedankte sich Pfannschmidt bei dem Arzt aus dem Nordkreis.

„Ich gehe aus persönlichen und nicht aus gesundheitlichen Gründen“, gab Dreyer nur eine kurze Erklärung ab. Pfannschmidt versicherte im Pressegespräch am Donnerstag jedoch, dass Jörg Dreyer sein Wissen nach Fertigstellung des Hospizneubaues ehrenamtlich zur Verfügung stellen werde.

Eine Nachfolgerin für Dreyer – zum Abschied gab’s für ihn einen bunten Blumenstrauß – ist bereits gefunden: Dr. Margarete Oelke-Hofmann aus Gifhorn übernimmt seine Rolle im Vorstandsteam. Mit Ulrich Gasa, der bereits im November 2019 in das Führungsgremium gewählt wurde, ist der Vorstand der Hospiz-Stiftung nun wieder komplett. Gasa war für Klaus Gehlfuß gekommen, der von seinem Vorstandsamt ebenfalls aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

AZ 07.02.2020

Hospiz für Gifhorn: Baustart für Millionen-Projekt verschiebt sich

Baugenehmigung wird in den nächsten Tagen erwartet – Arbeiten sollen einem Generalunternehmen übertragen werden

Von Uwe Stadtlich

Gifhorn. Der Baustart für das Gifhorner Hospiz muss verschoben werden. Erst im Frühsommer soll nun der Startschuss für das 6,3-Millionen-Euro-Projekt fallen. Warum es zu der zeitlichen Verzögerung von einem halben Jahr gekommen ist, erläuterte am Donnerstag der Stiftungsvorstand.

Der Bauantrag für den Neubau sei am 13. August 2019 im Gifhorner Rathaus abgeben worden, blickt Stiftungsvorstand Alexander Michel zurück. Brandschutz-Aspekte, Küchenplanung, Arbeitsweg-Beschreibungen oder Gestaltung des Außengeländes: Immer wieder seien notwendige Detailunterlagen zum Bauantrag nachgereicht worden. „An solchen Fragen hängt nun einmal eine Baugenehmigung – diese Arbeit hat viel Zeit gekostet“, ist Michel nun jedoch glücklich darüber, dass es vermutlich noch in dieser Woche grünes Licht aus dem Rathaus geben wird. Sofort nach Vorliegen der Baugenehmigung wollen Michel und Vorstandsmitglied Reinhard Jung mit drei ausgewählten Generalunternehmen aus dem Landkreis Gifhorn in Kontakt treten und Projekt-Angebote einholen. „Wir gehen davon aus, dass dann mindestens noch einmal acht Wochen ins Land gehen“, so Michel. Die Baubeschreibung, die die Unternehmen für eine Preisfindung analysieren müssten, sei nämlich mehr als 150 Seiten stark.

„Unsere Vorplanungen sind beendet“, so Michel. Auch die Ausführungsplanung sei von der beauftragten Oldenburger Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer erstellt und an den notwendigen Stellen nachgebessert worden. „Wir hinken ein halbes Jahr hinterher – möglicher Baubeginn könnte nun im Frühsommer 2020 sein“, geht Michel auf den Zeitplan ein. „Man muss dann mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr rechnen“, hofft Michel darauf, dass Gifhorns Hospiz in der zweiten Jahreshälfte 2021 in Betrieb gehen kann.

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Baustart um ein halbes Jahr verschoben: Gifhorns Hospizhaus entsteht ab Frühsommer 2020 an der Lindenstraße. Fotos (3): Torben Niehs

Ausgaben für Planung, Grundstückskauf und Bau: Michel und Jung beziffern die Gesamtkosten auf rund 6,3 Millionen Euro. Die Stiftung verfüge aktuell über 13 Prozent Eigenkapital, weitere 13 Prozent an zugesagten Zuschüssen würden mit Baubeginn fließen. „Wir starten mit einem Eigenkapitalanteil von rund 25 Prozent“, so Michel. Die Projektfinanzierung  habe man „solide und konservativ“ durchgerechnet. Zudem werde der Stiftungsvorstand in den kommenden Wochen das Einwerben von größeren Spenden intensivieren. Gifhorner Unternehmen würden angesprochen. „Die Sache läuft“, ist Alexander Michel zufrieden.

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Betrieben wird das Gifhorns Hospizhaus nach Fertigstellung von Pflegedienst-Expertin und Firmenchefin Bettina Tews-Harms. „Wir starten am Anfang mit acht Betten – eine Erweiterung auf zwölf Betten ist jedoch problemlos möglich“, erläutert Tews-Harms, die in die Vorbereitungen eng eingebunden ist. Entstehen werde ein „palliativmedizinisches Zentrum“. „Unsere Büroräume sind mit eingeplant, wir sind mit im Boot“, versichert Ingrid Pahlmann, die seit Sommer 2018 Chefin des Vereins Hospizarbeit Gifhorn ist. Im Verein engagieren sich inzwischen mehr als 50 Sterbebegleiter ehrenamtlich.

Gebaut wird das Gifhorner Hospizhaus auf einem rückwärtigen Grundstück in der Lindenstraße. Die 3200 Quadratmeter große Fläche befindet sich hinter der ehemaligen Villa Wiggers, die die Wohnungsbaugenossenschaft 2016 modernisiert hat und in der Gifhorns Notfunkdienst Tagespflege anbietet.

AZ 07.02.2020

 

Hospiz-Stiftung Gifhorn wartet stündlich auf langersehnte Baugenehmigung

Das Kuratorium wählt Margarete Oelke-Hofmann als Nachfolgerin von Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dreyer. Im Frühsommer 2020 könnte der Startschuss für die Bauarbeiten fallen.

Daniela König

Gifhorn Seitdem die Hospiz-Stiftung in Gifhorn Mitte August 2019 den Bauantrag für das geplante Hospiz an der Lindenstraße bei der Stadt eingereicht hatte, wartet der Vorstand sehnsüchtig auf Rückmeldung. Doch Detailfragen zu den Plänen wie Brandschutz, Entwässerung & Co. zogen die Baugenehmigung in die Länge. Nun hatte 1. Vorsitzender Alexander Michel am Donnerstag Grund zur Freude: „Wir warten stündlich auf die Genehmigung, sie wurde uns für diese Woche zugesagt.“

Vorgespräche mit Generalunternehmen aus dem Landkreis Gifhorn seien bereits geführt worden. Um passende Angebote mit Kostenkalkulationen präsentieren zu können, rechnen die Baufirmen mit acht Wochen Bearbeitungszeit. „Das sind 150 Seiten Baubeschreibung, das ist eine Menge zum Durchschauen“, so Michel.

Der Vorstand geht davon aus, dass im Frühsommer, sprich ab Juni, der Bau starten könnte. Mit mindestens einem Jahr Bauzeit rechnet die Hospiz-Stiftung, sodass eine Fertigstellung und Eröffnung im zweiten Halbjahr 2021 angepeilt wird. „Das wäre unser aller Wunsch.“

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Das Kuratorium der Hospiz-Stiftung Gifhorn wählte Margarete Oelke-Hofmann (Dritte von rechts) zum Vorstandsmitglied als Nachfolgerin von Dr. Jörg Dreyer (Mitte, mit Blumen). Daniela König

Von den 6,3 Millionen Euro Kosten, die Planung, Grundstück, Neubau, Einrichtung und Außenanlagen einbeziehen, habe die Hospiz-Stiftung Gifhorn derzeit 13 Prozent an Eigenkapital aufbringen können. „Weitere 13 Prozent kommen aber noch als zugesagte Spenden und Zuschüsse dazu“, meint Michel. Mit 25 bis 30 Prozent Eigenkapital könne die Stiftung dann starten. „Das ist solide.“ Dennoch gilt nach wie vor: Sobald die Baugenehmigung da ist, will der Vorstand das Einwerben von Spenden intensivieren. „Im Moment sehen die Bürger eine unbearbeitete Fläche, auf der scheinbar nichts passiert. Wenn der Bau startet, wird es für sie vielleicht greifbarer“, hofft Michel. Leiten wird das Hospiz Bettina Tews-Harms, die von Anfang an in die Planungen eingebunden wurde.

Weil sich Dr. Jörg Dreyer aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand zurückzieht, wurde am Donnerstag vom Kuratorium Margarete Oelke-Hofmann als Nachfolgerin bestätigt. Palliativmediziner Dr. Dreyer aus Groß Oesingen war es, der die Idee zur Gründung eines Hospizhauses im Kreis Gifhorn hatte „und die Gifhorner für dieses Thema sensibilisiert hat“, wie Kuratoriumsvorsitzende Sylvia Pfannschmidt sagte. Denn das Hospiz in Wolfsburg platzt aus allen Nähten. Er gründete die Stiftung mit Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, Stadt und Landkreis, Palliativnetz Gifhorn, Hospizarbeit Gifhorn und mit Unterstützung der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg. Oelke-Hofmann übernimmt im Vorstand den medizinischen Part und erweitert damit den Vorstand um Alexander Michel, Reinhard Jung und Ulrich Gasa.

GR 07.02.2020