Bauantrag für Hospizhaus in Gifhorn eingereicht

Gifhorn.  Jetzt muss die Stadt das Projekt, das insgesamt 6,1 Millionen Euro kosten wird, prüfen und genehmigen. Der Hospiz Stiftung fehlt noch massig Geld.

Daniela König

Als Matthias Nerlich 2011 frisch zum Bürgermeister gewählt wurde, sah er schon die Notwendigkeit eines Hospizhauses für die Stadt Gifhorn. „Ich habe viele böse Mails bekommen, was für einen Quatsch ich da gefordert hätte“, erinnert er sich.

Gut acht Jahre später wird es tatsächlich konkret. Am Dienstag reichte Alexander Michel, Vorstandsvorsitzender der Hospiz Stiftung, den Bauantrag für das geplante Hospizhaus des Landkreises Gifhorn in der Lindenstraße ein. In dem Gebäude im Landhausstil direkt an der Aller werden nicht nur acht stationäre Hospizplätze untergebracht sein, die je nach Bedarf auf zwölf erweitert werden können, sondern auch die Büroräume der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich für die Hospizarbeit Gifhorn und das Palliativnetz Gifhorn stark machen. So entsteht auf dem 3200 Quadratmeter großen Areal ein palliatives Zentrum für alle Belange der ambulanten und stationären palliativmedizinischen und hospizlichen Versorgung. Auch Hospizhelfer werden in dem Schulungsraum ausgebildet.

„Es hat lange gedauert und viele Gespräche gekostet, aber nun können wir einen Antrag abgeben, der alles beinhaltet“, zeigte sich Michel bei der Übergabe des Papierstapels an die Mitarbeiter des Fachbereichs Bauordnung erleichtert. Die Planung hat Architektin Andrea Geister-Herbholzheimer aus Oldenburg übernommen. „Wir gehen von mindestens einem Jahr Bauzeit aus“, sagte sie. „Der Betreiber rechnet damit, dass wir 2021 starten können“, so Michel, der auf einen Baubeginn im Frühjahr 2020 hofft.

 

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Alexander Michel (vorne rechts), Vorstandsvorsitzender der Hospiz Stiftung, überreichte zusammen mit Architektin Andrea Geister-Herbholzheimer (vorne links) den Bauantrag für das Hospizhaus. Mit dabei: Vorstandsmitglied Reinhard Jung (von hinten rechts), Superintendentin Sylvia Pfannschmidt, Bürgermeister Matthias Nerlich und die Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Bauordnung der Stadt Hedda Möhle sowie Doris Linack (vorne Mitte). Foto: Daniela König

Und zu wann hofft die Stadt, eine Genehmigung erteilen zu können? „Ohne in einen Bauantrag geguckt zu haben, ist es schwierig, das zu beurteilen“, mochte Nerlich keine Einschätzung abgeben. Und woher kommt das Geld? Aktuell liegt das Startkapital bei einer Million Euro. „Wir brauchen mindestens die gleiche Summe, um wirklich mit dem Bau starten zu können“, meinte Michel. Allein die Baukosten betragen 4,3 Millionen Euro. Rechnet man Nebenkosten (1 Million) und Grundstücks- sowie Ausstattungskosten (800.000 Euro) hinzu, schwillt der Geldbatzen auf 6,1 Millionen Euro an. „Wir sind dringend auf Spender und Zustifter angewiesen. Wir starten jetzt auch eine Fundraising-Kampagne. Wir hoffen, dass wir das Kapital bis Baubeginn 2020 aufstocken können. Das Kuratorium setzt sich im September zusammen, um zu besprechen, wie die Gesamtfinanzierung gestemmt wird.“ Superintendentin Sylvia Pfannschmidt appelliert an die Bürger, statt Geschenken vielleicht über eine Spende zum Geburtstags oder zur Trauerfeier für das Hospizhaus nachzudenken, in dem sterbenskranken Menschen die letzte Lebenszeit verbringen.

Auch sei man nach dem Austritt von Klaus Gehlfuß aus dem Vorstand auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. „Es ist nicht einfach, wir machen das ja alles ehrenamtlich.“

GR 14.08.2019

3000 Euro für den Bau des Hospizhauses

Es kommt Schlag auf Schlag für die Hospizstiftung Gifhorn, und das im positiven Sinn. Nun hat auch der Rotary Club Gifhorn Wolfsburg einen namhaften Betrag für den Bau des Hospizhauses gespendet.

„Wir machen jedes Jahr ein Benefizkonzert im Mühlenmuseum“, sagt Organisator Diethelm Mislak von den Rotariern.Im vorigen Jahr trat die Red Onions aus Braunschweig mit Jazz auf. Mit 200 Zuhörern sei es ausverkauft gewesen.

Das habe durchaus mit dem Stellenwert des Projektes in Gifhorn zu tun, meint Peter Göhler von den Rotariern. Es sei nämlich von vornherein klar gewesen, dass der Erlös dieses Konzertes für den Bau des Gifhorner Hospizhauses bestimmt sein sollte. Und: „Deswegen war das Konzert auch so gut besucht“, ist sich Göhler sicher.

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Spende der Rotarier: Die Hospizstiftung Gifhorn hat für den Bau des Hauses weitere 3000 Euro bekommen. Quelle: Cagla Canidar

Wie kamen die Rotarier auf die Idee mit dem Hospizhaus? „Wir haben mal das in Wolfsburg besucht“, sagt Ekkehard Musick. „Das war ein prägender Eindruck.“

3000 Euro haben die drei Rotarier nun der Hospizstiftung um Alexander Michel, Jörg Dreyer und Klaus Gehlfuß mitgebracht. Mislak: „Einen Teil ihrer Gage haben die Musiker auch dazu beigetragen.“

„Wir freuen uns über diese Spende“, sagte Michel. Die Bereitschaft Freiwilliger dürfe bei allen bisherigen Erfolgen aber auch nicht nachlassen, denn: „Uns fehlen noch nicht unbeachtliche Beträge.“

Die Hospizstiftung werde deshalb weiterhin bei Privatleuten, Institutionen und Unternehmen werben, sagte Michel bei der Übergabe am Modell im Foyer des Kreishauses II. Immerhin müssten am Ende fünf Millionen Euro aufgebracht werden – allein für den Bau. Die Unterhaltung werde dann die Jahre darauf auch noch Geld kosten.

Von Dirk Reitmeister

GR 16.04.2019

Gifhorn – In einer kleinen Feierstunde eröffnete Landrat Dr. Andreas Ebel nun die Ausstellung des Modells des künftigen stationären Gifhorner Hospizes an der Lindenstraße im Foyer des Kreishauses II in Gifhorn.

In seiner Begrüßung würdigte Ebel den Einsatz vieler gesellschaftlicher Gruppen bei der Umsetzung der Idee. Insbesondere betonte er das Engagement des Vorstandsvorsitzenden der Hospiz-Stiftung, Alexander Michel, und seiner drei Vorstandskollegen. Er würdigte aber gleichzeitig auch die Unterstützung der anderen Hospizinitiativen im Landkreis Gifhorn, der Hospizarbeit Gifhorn und des Palliativnetzes für den Landkreis Gifhorn.

Darüber hinaus unterstrich Ebel das Interesse des Landkreises Gifhorn an der Versorgung von Menschen an ihrem Lebensende: „Im vergangenen Jahr haben wir hier an gleicher Stelle die Charta zur Betreuung sterbender und schwerstkranker Menschen unterschrieben. Heute zeigen wir noch einmal deutlich, dass wir die betroffenen Menschen bei uns im Landkreis nicht vergessen.“ In Anlehnung an die Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders betonte er: „Unser Auftrag ist es nicht, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

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Das Modell des künftigen stationären Hospizes in Gifhorn kann im Kreishaus II besichtigt werden. © Privat

Der Vorstandsvorsitzende der Hospiz-Stiftung, Alexander Michel, beschrieb anschließend noch einmal den beschwerlichen Weg, einen geeigneten Platz für das stationäre Hospiz zu finden. Er sei überglücklich, heute sagen zu dürfen, dass der Landkreis Gifhorn nun ganz gewiss sein Hospiz bekommen werde.

Für die Hospizarbeit und das Palliativnetz lobten Ingrid Pahlmann und Bettina Tews-Harms das Engagement des Landkreises Gifhorn bei der Errichtung des Hospizbaus. Sie begrüßten besonders, dass innerhalb des Gebäudes auch Büros für ihre Initiativen entstünden und dass in einem Schulungsraum Fortbildungen für die ehrenamtlichen und professionalen Hospizhelferinnen und -helfer umgesetzt werden könnten. So werde es in Zukunft mit diesem stationären Hospiz eine übergreifende Anlaufstelle für Ratsuchende und deren Angehörigen geben.

Das Modells im Kreishaus II kann während der Öffnungszeiten von montags bis freitags zwischen 8.30 und 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich zwischen 14 und 17 Uhr besichtigt werden.

26.03.2019 Isenhagener Kreisblatt

Lions-Club Südheide unterstützt Hospiz-Neubau mit Spende

Die Stiftung für das Großvorhaben freut sich über jede Form von Förderung des Projekts.

Stefan Lohmann

Gifhorn. Mit einer 5000-Euro-Spende des Lions-Clubs Gifhorn-Südheide rückt der Bau des Hospizhauses für den Landkreis wieder ein Stück näher.

Am Freitag überreichte Club-Präsident Ahmed El-Hawari Vertretern der Hospiz-Stiftung einen entsprechenden symbolischen Scheck. "Unser Anliegen war von Anfang an, die Idee des Hospiz-Baus zu unterstützen", sagte El-Hawari. Wo der Gifhorner Club vor allem Jugendliche und Kinder fördert, möchten die Südheide-Lions ihrerseits den Fokus auf die Bedürfnisse älterer Menschen richten, erklärte El-Hawari. Und dazu gehöre eben auch die Schaffung eines Hauses für den würdevollen Abschied und Sterbebegleitung.

 

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Lions-Südheide-Präsident Ahmed El-Hawari (von links) überreichte den Vorstandsmitgliedern der Hospiz-Stiftung Klaus Gehlfuss, Alexander Michel sowie Rolf Amelsberg die Spende für den geplanten Neubau des Gifhorner Hospizhauses. Foto: Stefan Lohmann / BZV

Über die aktuelle Zuwendung freuten sich die Vorstandsmitglieder der Hospiz-Stiftung, Alexander Michel, Klaus Gehlfuss und Rolf Amelsberg außerordentlich.

"Dies ist ein bemerkenswerter Spendenbetrag", so Vorsitzender Michel, der zugleich hervorhob, dass jeder Beitrag, egal wie groß oder klein, das Bauvorhaben in Reichweite der Verwirklichung bringe. Das geschätzt rund fünf Millionen Euro teure Projekt sei "eine gesellschaftliche Herausforderung", für die man jedwede Unterstützung aus der Bevölkerung benötige, so Amelsberg. Informationen hierzu biete auch die Internetseite www.hospiz-gifhorn.de.

GR 13.04.2019

Hospiz-Bau: Schrittweise geht’s voran

Baustart in 2020 angepeilt – Werben um Sponsoren – 500-Euro-Spende überreicht

Gifhorn. Das Hospizprojekt nimmt weiter Fahrt auf: Bei einer Spendenübergabe der Neuapostolischen Kirche Gifhorn kündigte Alexander Michel, Vorstand der Hospizstiftung, den Baubeginn für 2020 an.

„Wir gehen davon aus, dass der Rat den notwendigen Bebauungsplan im Juni auf den Weg bringt“, so Michel. Danach müsste die Stadt grünes Licht für die Baugenehmigung erteilen. Der geplante Baustart in 2020 sei jedoch nur dann möglich, wenn die Stiftung bis dahin 2,5 Millionen Euro auf dem Konto habe. Der Hospizneubau sei mit 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

„Eine Million Euro haben wir bereits zusammen, weitere Spender und Zuspender sollen ab sofort gezielt angesprochen und geworben werden“, erklärt Michel. Dabei werde die Stiftung insbesondere Unternehmen in der Region um Unterstützung bitten. Eine Info-Broschüre für Firmen und Spender größerer Beträge sei in Vorbereitung. Zudem sei im Herbst ein Thementag in der Stadthalle geplant.

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Schritt für Schritt: 500 Euro bekam die Hospizstiftung am Donnerstag fürs Bauprojekt. Sebastian Preuß

Das Geld für die 500-Euro-Spende der Neuapostolischen Kirchengemeinde Gifhorn wurde bei der Verabschiedung von Jürgen Friedemann gesammelt. Der Vorsteher des Kirchenbezirks Braunschweig ging Anfang Dezember 2018 in den Ruhestand. Das Geld überreichten Michel am Donnerstag im Rathaus Gemeindevorsteher Ralf Eckstein, die Öffentlichkeitsbeauftragten Andreas Kutzner und Sigrid Schnittker sowie Seniorenbeauftragter Hans-Jürgen Lunde. Dabei präsentierte Michel den Spendern auch ein Modell des geplanten Hospizneubaus. Es wird ab Mitte März in das Kreishaus II umziehen. Danach soll es in der Hauptstelle der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg gezeigt werden. ust

AZ 01.03.2019