Plan fürs Hospiz steht

Ein Anonymer gibt der Stiftung 110.000 Euro für den Neubau.

Reiner Silberstein

Gifhorn. Wie ein "städtischer Gutshof" soll sich das künftige Hospiz an das Ende der Perlenkette von alten Villen an die Aller setzen. So erklärte es Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer dem erweiterten Vorstand der Hospiz-Stiftung am Donnerstag. Erstmals präsentierte sie zusammen mit Kollegin My Linh Cao ein Modell des 4,5 Millionen Euro teuren Projekts in der Lindenstraße.

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Das Modell für das geplante Hospiz in Gifhorn soll demnächst öffentlich ausgestellt werden Foto: Reiner Silberstein

 "Die Umgebung ist uns sehr wichtig, wir wollen die Sprache der Dachformen im Neubau übernehmen", so Geister-Herbolzheimer. Das betrifft Dachneigung und Gliederung in Hauptgebäude und Seitenflügel. Und dennoch versprechen Dach und Fassaden eine viel modernere Optik. Obgleich: "Die Außengestaltung ist noch nicht final beschlossen." Dafür gab es Donnerstag aber erste Grundriss- und Gestaltungszeichnungen für die Innere Gestaltung zu sehen.

"Wir wollen mit acht Betten beginnen, später auf zehn aufstocken." Die Zimmer im Obergeschoss verfügen über jeweils rund 20 Quadratmeter, haben barrierefreie Bäder.

Oben gibt es auch ein Pflegebad, einen offenen Tresen, Räume für Ärzte und einen großen Gemeinschaftsbalkon. Sowieso: Alle Räume und Flure sind sehr großzügig angelegt, damit auch Betten mit Überlänge überallhin gerollt werden können. "Wir versuchen, so viel Tageslicht wie möglich über Dachfenster hineinzubekommen", so die Architektin.

Unten finden auch die Büro- und Besprechungsräume des Hospizvereins und des Palliativnetzwerks Platz. "Dies soll ein palliatives Zentrum werden, nicht nur ein Hospiz", sagte Vorstandsmitglied Alexander Michel.

Er sprach aber auch über die letzten Hürden, die zu nehmen sind: Die Stadt muss den Bebauungsplan für das Hospiz noch anpassen und dem Antrag zustimmen, die Bäume beseitigen zu dürfen, die auf dem Grundstück unter die Baumschutzsatzung fallen.

Die Baureife sei wohl etwa in einem Jahr erreicht, sagte Michel, nur das nötige Geld habe man dann wohl noch nicht ganz komplett. "Wir haben jetzt gerade etwa eine Million Euro." Es brauche also noch rund 3,5 Millionen Euro an Spenden - mit der Realisierung des Baus werde man wohl noch bis 2020 warten müssen.

Ein Ereignis vor ein paar Tagen stimmt den Vorstand aber optimistisch, wie Klaus Gehlfuß berichtete: "Jemand hat uns eine Zustiftung von 110.000 Euro zugesagt." Dieser wolle aber anonym bleiben.

Die Kontonummer für Spenden:IBAN: DE81 2695 1311 0161 4508 61

Internet: www.hospiz-gifhorn.de

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