Hospizhaus ähnelt einem städtischen Gutshof

Architektin stellt Pläne für Neubau in der Gifhorner Lindenstraße vor – Baustart für Mitte 2019 geplant

Gifhorn. Der geplante Hospiz-Neubau für Gifhorn ist einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Auf der Kuratoriumssitzung der Hospizstiftung für den Landkreis Gifhorn stellte die Oldenburger Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer am Donnerstag Detailpläne, visualisierte Ansichten und ein Modell des 4,5 Millionen-Euro-Projekts in der Lindenstraße vor. Der Vorstand hofft, dass das Vorhaben Mitte 2019 angegangen werden kann.

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Hospizhaus für Gifhorn: So soll das Gebäude in der Lindenstraße aussehen. Cagla Canidar

Geister-Herbolzheimer und ihre Kollegin My Linh Cao legen großen Wert darauf, dass sich das Gifhorner Hospiz – gebaut wird im ehemaligen Garten einer vorgelagerten Villa – der Umgebung anpasst. „Die Idee ist ein städtischer Gutshof“, sagte die Architektin.

„Es ist ein Bau, der mit acht Betten startet und später auf zehn Betten aufgestockt werden kann“, erläuterte die Architektin, die ähnliche Projekte bereits in Cloppenburg und Syke realisiert hat. „Wir wollen nicht nur ein reines Hospiz bauen – entstehen soll ein palliatives Zentrum“, ergänzte Stiftungsvorstand Alexander Michel.

Veranstaltungsräume, eine Küche, ein Raum der Stille und Büroflächen für die Hospizstiftung im Erdgeschoss sowie Patientenzimmer, Räume für Ärzte und Pflegepersonal, Gästezimmer und einen Gemeinschaftsraum im Obergeschoss: Die Architektin erläuterte die Nutzungsmöglichkeiten. „Alle Bereiche müssen bettengängig sein, darum benötigen wir mehr Verkehrsfläche als in normalen Gebäuden“, erklärte sie.

„Wir haben kein unterkellertes Gebäude, dafür jedoch ein geräumiges Dachgeschoss, in dem Lagerräume untergebracht sind“, so Andrea Geister-Herbolzheimer. Lediglich über das Fassadenbild sei noch nicht endgültig entschieden worden.

Um möglichst schnell loslegen zu können, benötigt die Hospizstiftung Unterstützung. „Erst vor wenigen Tagen gab es eine Spende von 110.000 Euro“, berichtet Vorstandsmitglied Klaus Gehlfuß. „Eine Million Euro haben wir inzwischen zusammen“, geht Michel davon aus, dass das Projekt Mitte 2019 Baureife erlangt hat. Eine Realisierung bis 2020 sei ins Auge gefasst worden.

Das Modell will die Stiftung schon bald allen Gifhornern zugänglich machen und an einem zentralen Ort ausstellen. „Wir arbeiten intensiv daran, Spender – darunter auch Gifhorner Firmen – direkt anzusprechen“, sagt Michel.

Das Spendenkonto: IBAN DE81 2695 1311 0161 4508 61.

ust

AZ 23.11.2018