Hospiz-Neubau: Heute ist die Politik am Zug

Ausschuss befasst sich mit notwendiger Bebauungsplan-Änderung

Gifhorn. Jetzt kommt politische Bewegung in das Hospiz-Projekt: Der Planungsausschuss der Stadt befasst sich am heutigen Dienstag, 5. Februar, öffentlich mit einer Bebauungsplan-Änderung und dem Auslegungsbeschluss für das 4,5 Millionen-Euro-Vorhaben. Gebaut werden soll auf einem Areal an der Lindenstraße.

„Für das geplante Hospiz sollen das Maß der baulichen Nutzung und die überbaubare Fläche so gefasst werden, dass dort die Errichtung des Gebäudes möglich wird. Der rechtskräftige Bebauungsplan ist deshalb zu ändern“, heißt es in einer Vorlage, die nur zwei Tage in nicht öffentlicher Sitzung auch im Verwaltungsausschuss behandelt wird.

„Weitere Grundstücksflächen zur Errichtung von Wohngebäuden werden nicht ausgewiesen“, so die Stadt. Für das bereits bestehende Gebäude Lindenstraße 35 – in der Villa, die GWG-Eigentum ist, wird Tagespflege angeboten – seien derzeit keine Nutzungsänderungen absehbar, versichert die Verwaltung. Die Villa sei zudem geschütztes Einzeldenkmal. Weitere Grundstücke im Geltungsbereich seien Bestandteil einer Gruppe baulicher Anlagen, die dem Ensembleschutz unterlägen.

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Baumfällarbeiten sind bereits erledigt: Auf dieser Fläche an der Lindenstraße soll das Gifhorner Hospiz entstehen. Cagla Canidar

„Wir haben am Mittwoch mit dem Bauamt Vorgespräche zu dem Thema geführt“, erkärt Alexander Michel, Vorstand der Hospizstiftung. „Sobald der B-Plan steht, werden wir den Bauantrag stellen“, geht er auf weitere Schritte ein. „Um mit den Arbeiten starten zu können, brauchen wir mindestens zwei Millionen Euro – die Hälfte dieser Summe haben wir inzwischen zusammen“, hofft Michel auf weiterer Unterstützer für das Projekt. „Jeder Spendenbetrag zählt“, kündigt Michel eine große Info-Veranstaltung an, um Gifhorns zukünftiges Hospiz vorzustellen. „Dieser Thementag ist in der Stadthalle geplant“, so Michel. Einen Termin für den Baubeginn nannte Michel noch nicht. Das Hospiz-Modell ist derzeit im Rathaus zu sehen. ust

AZ 05.02.2019