Hospiz-Stiftung Gifhorn wartet stündlich auf langersehnte Baugenehmigung

Das Kuratorium wählt Margarete Oelke-Hofmann als Nachfolgerin von Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dreyer. Im Frühsommer 2020 könnte der Startschuss für die Bauarbeiten fallen.

Daniela König

Gifhorn Seitdem die Hospiz-Stiftung in Gifhorn Mitte August 2019 den Bauantrag für das geplante Hospiz an der Lindenstraße bei der Stadt eingereicht hatte, wartet der Vorstand sehnsüchtig auf Rückmeldung. Doch Detailfragen zu den Plänen wie Brandschutz, Entwässerung & Co. zogen die Baugenehmigung in die Länge. Nun hatte 1. Vorsitzender Alexander Michel am Donnerstag Grund zur Freude: „Wir warten stündlich auf die Genehmigung, sie wurde uns für diese Woche zugesagt.“

Vorgespräche mit Generalunternehmen aus dem Landkreis Gifhorn seien bereits geführt worden. Um passende Angebote mit Kostenkalkulationen präsentieren zu können, rechnen die Baufirmen mit acht Wochen Bearbeitungszeit. „Das sind 150 Seiten Baubeschreibung, das ist eine Menge zum Durchschauen“, so Michel.

Der Vorstand geht davon aus, dass im Frühsommer, sprich ab Juni, der Bau starten könnte. Mit mindestens einem Jahr Bauzeit rechnet die Hospiz-Stiftung, sodass eine Fertigstellung und Eröffnung im zweiten Halbjahr 2021 angepeilt wird. „Das wäre unser aller Wunsch.“

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Das Kuratorium der Hospiz-Stiftung Gifhorn wählte Margarete Oelke-Hofmann (Dritte von rechts) zum Vorstandsmitglied als Nachfolgerin von Dr. Jörg Dreyer (Mitte, mit Blumen). Daniela König

Von den 6,3 Millionen Euro Kosten, die Planung, Grundstück, Neubau, Einrichtung und Außenanlagen einbeziehen, habe die Hospiz-Stiftung Gifhorn derzeit 13 Prozent an Eigenkapital aufbringen können. „Weitere 13 Prozent kommen aber noch als zugesagte Spenden und Zuschüsse dazu“, meint Michel. Mit 25 bis 30 Prozent Eigenkapital könne die Stiftung dann starten. „Das ist solide.“ Dennoch gilt nach wie vor: Sobald die Baugenehmigung da ist, will der Vorstand das Einwerben von Spenden intensivieren. „Im Moment sehen die Bürger eine unbearbeitete Fläche, auf der scheinbar nichts passiert. Wenn der Bau startet, wird es für sie vielleicht greifbarer“, hofft Michel. Leiten wird das Hospiz Bettina Tews-Harms, die von Anfang an in die Planungen eingebunden wurde.

Weil sich Dr. Jörg Dreyer aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand zurückzieht, wurde am Donnerstag vom Kuratorium Margarete Oelke-Hofmann als Nachfolgerin bestätigt. Palliativmediziner Dr. Dreyer aus Groß Oesingen war es, der die Idee zur Gründung eines Hospizhauses im Kreis Gifhorn hatte „und die Gifhorner für dieses Thema sensibilisiert hat“, wie Kuratoriumsvorsitzende Sylvia Pfannschmidt sagte. Denn das Hospiz in Wolfsburg platzt aus allen Nähten. Er gründete die Stiftung mit Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, Stadt und Landkreis, Palliativnetz Gifhorn, Hospizarbeit Gifhorn und mit Unterstützung der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg. Oelke-Hofmann übernimmt im Vorstand den medizinischen Part und erweitert damit den Vorstand um Alexander Michel, Reinhard Jung und Ulrich Gasa.

GR 07.02.2020